
El Lissitzky, Proun G 7, 1923
1922 beschrieb der russische Künstler El Lissitzky unter dem Titel „Die Überwindung der Kunst“ den neuen Weg, den er mit seinen „Proun“-Bildern eingeschlagen hatte: „… wir erkannten, daß das neue Gemälde, das aus uns wächst, nicht mehr länger ein Bild ist. Es beschreibt nichts, sondern es konstruiert Ausdehnungen, Flächen, Linien zu dem Zweck, ein System neuer Kompositionen der wirklichen Welt zu schaffen. Diesem neuen Gebäude geben wir einen neuen Namen – Proun.“ (1) Zusammengesetzt aus Pro und Unowis, ein Begriff, den Kasimir Malewitsch 1919 prägte, steht „Proun“ fortan für die „Bejahung neuer Formen in der Kunst“.