
Das Bauhaus und seine Feste. Die Liste der Feste am Bauhaus ist lang: Geburtstagsfeste, herbstliche Drachenfeste, Lampionfeste zur Sommersonnenwende, Weihnachstfeste, nächtliche Umzüge durch den Park an der Ilm, Laternenfeste, Faschingsfeste. Aber auch der Abschluss eines gelungen Teppichs oder die Geburt eines Kindes waren oft Anlass, um zu feiern. Damit entsprach man den Grundsätzen des Bauhauses, nach denen Feste zu einem Bestandteil des schulischen Lebens am Bauhaus gehörten. In seinem Manifest von 1919 schrieb Gropius: „Pflege freundschaftlichen Verkehrs zwischen Meistern und Studierenden außerhalb der Arbeit, dabei Theater, Vorträge, Dichtkunst, Musik, Kostümfeste, Aufbau eines heiteren Zeremoniells bei diesen Zusammenkünften.“
Als Höhepunkt aller Bauhaus-Feste gilt das „Metallische Fest“, das am 9. Februar 1929 unter dem neuen Bauhaus-Direktor Hannes Meyer stattfand. Über eine mit Weißblech beschlagene Rutsche gelangten die Gäste in die Festräume. Alles glänzte metallisch: An den Decken hingen Silberkugeln und die ebenfalls mit Weißblech ausgekleideten Wände spiegelten die Tanzenden wider.