
1903. Zwei führende Künstler der Wiener Secession, Josef Hoffmann (1870-1956) und Koloman Moser (1868-1918), gründen die Wiener Werkstätte, ein Unternehmen, das Weltgeltung erlangen soll. Unterstützt werden sie vom Industriellen und Kunstmäzen Fritz Waerndorfer, inspiriert sind sie von der “Arts and Crafts” Bewegung. Es ist eine Genossenschaft, in der Künstler und Handwerker gleichberechtigt sind.
“WW” wird 30 Jahre existieren,vier Männer werden darüber ihr Vermögen verlieren, 1932 ist sie bankrott. Zwar sollten preiswerte, von Künstlerhand gefertigte Gebrauchsgegenstände produziert werden, doch tatsächlich sprachen die Kunststücke nur eine vermögende Elite an, die es sich auch leisten konnte.
Entsprechend dem Ideal des Gesamtkunstwerks gestalteten sie fast alles: ob Architektur, komplette Innenausstattung, Tapeten, Türklinken oder Toilettenpapierhalter, aber auch Schmuck, Textiles oder Accessoires.
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