
Gerrit Rietveld, Rot-Blauer Stuhl, 1917/18
Den Rot-Blauen Stuhl entwickelte er 1917 in seiner Grundform und baute ihn 1918 in einer ersten Ausführung mit Seitenteilen unter den Armlehnen und ohne farbige Fassung. 1919 veröffentlichte Rietveld eine Abbildung dieses Stuhls in der Zeitschrift De Stijl. Erst 1923 erhielt der Stuhl seine charakteristische Farbgebung in den Primärfarben und Schwarz.
Der Stuhl ist aus einem Brett gefertigt, das in 13 Vierkanthölzer, zwei Latten und zwei Bretter zerlegt ist. Dies begünstigt eine industrielle Fertigung. Die strenge Geometrie und die offene Struktur sollen Form-Raum-Probleme überwinden, dadurch Innenraum spürbar machen. Neben dem Schröder-Haus machte besonders dieser Stuhl Rietveld berühmt. Seine Stühle wurden auch, im Jahr seines Todes, auf der documenta III 1964 in Kassel in der Abteilung Industrial Design gezeigt. wikipedia