Design is fine. History is mine.

Imagine a time with no computer

Gertrud Arndt, self portraits, “Maskenportraits”, 1930s

Mal schlägt sie verschämt die Augen nieder, mal blinzelt sie kokett. Mal ist das Mündchen manieriert gespitzt, mal wie ein gieriger Schlund breit mit Lippenstift ausgemalt. Gertrud Arndt (1903 bis 2000) schlüpft hintereinander in die Rollen von Backfisch, Vamp, Grand Dame, mit der gleichen Hingabe spielt sie das Rautendelein wie die Ophelia. Der Betrachter kann sich nie sicher sein, wen das wandelbare Modell mit den Kulleraugen gerade gibt. Die Staffage, die Mimik, irgendetwas stimmt nie genau mit der Typologie einer bestimmten Figur überein. Erschwerend kommt hinzu: Die Selbstbildnisse tragen keine Titel, sie laufen durchnummeriert unter der Serienbezeichnung „Maskenporträts“. … Mehr lesen im Tagesspiegel.

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